
Hier findet Ihr eine Sammlung von allgemeinen, nicht auf bestimmte Länder bezogenen Tips und Tricks aus der langjährigen Erfahrung eines Bulli-Fahrers. Natürlich kann ich für alle Ratschläge keinerlei Gewähr oder Haftung für Folgen übernehmen, die daraus entstehen.
Natürlich kann man auch alles, was man mitnehmen will, im Laderaum des Busses auf einen Haufen werfen und den halben Urlaub mit Suchen verbringen. Wir haben schon genug andere Busse gesehen, in denen auch tagsüber und während der Fahrt hinten drin eine Liegefläche zu sehen war, mit einem Berg Decken und Schlafsäcke darauf, ein paar Rucksäcke oder Taschen dekorativ darauf drapiert. So kann man auch reisen.
Je weniger man mitnimmt, desto besser. Für jemanden, der früher vielleicht mit einem Rucksack oder Koffer gereist ist, verleitet der Bulli dazu, alles das mitzunehmen, worauf man früher verzichten mußte. Das führt dann dazu, daß man sich im ohnehin nicht sehr großen Innenraum nicht mehr rühren kann. Das ist vielleicht im Sommer, wenn man draußen sitzen kann und wenig Zeit im Bus verbringt, kein Problem. Erwischt man aber einmal drei Tage Regenwetter, kann es einen in den Wahnsinn treiben.
Wir haben uns angewöhnt, immer alles zu verstauen, bevor wir weiterfahren. Das Bett wird gemacht, die Sitzbank zugeklappt, jedes einzelne Stück hat während der Reise seinen fixen Platz. So vermeidet man langes Suchen, und es bleibt auch nicht so leicht etwas draußen liegen. Wichtig ist auch, daß während der Fahrt nichts so verstaut ist, daß es - vor allem aus höhergelegenen Fächern - herausfallen kann.
Reisewecker. Mag vielen von Euch unnötig
erscheinen, erweist sich aber spätestens dann als nützlich, wenn Ihr
Euch vorgenommen habt, gleich am frühen Morgen vor allen anderen Touristen
bei einer Sehenswürdigkeit zu sein und ausgerechnet an diesem Tag länger
schlaft als geplant. Oder wenn Ihr eine Fähre erreichen wollt.
Was wir übrigens nicht weiterempfehlen möchten, sind billige Funkwecker
(hielten wir für eine ganz schlaue Idee, da er immer die richtige Zeit
zeigt), die man nicht auf eine andere Zeitzone umstellen kann. In Griechenland,
wo osteuropäische Zeit gilt, hat er uns ständig verwirrt. Außerdem
hat er im Gebirge mitunter überhaupt nicht funktioniert, sogar in Österreich
im Kalsertal südlich des Großglockner hat er uns im Stich gelassen.
Klappspaten. Wenn schon, dann lieber etwas mehr Geld springen lassen. Das billige Klump aus der Sonderaktion im Supermarkt erfüllt unter Umständen nicht Eure Anforderungen. Ich persönlich bevorzuge einen langstieligen, massiven Spaten, der hinten am Bus in einer Außenhalterung befestigt ist.
Feldstecher. Oder Fernrohr, ich habe beides mit. Auch dann nützlich, wenn Ihr keine Ornithologen seid. Wir haben ihn schon verwendet, um von einem Berg aus den Verlauf von Schotterstraßen in eine Bucht hinunter zu betrachten.
Akkustation und Handscheinwerfer. Ich verwende die EGS180-Energiestation von Einhell , für die es einen aufsteckbaren, aber auch mit Stativ oder Erdspieß unabhängig verwendbaren 55-Watt-Halogenscheinwerfer gibt.
Reisetauchsieder oder Wasserkocher. Auch, wenn Ihr einen Propangaskocher habt, sehr nützlich - z.B. in Fällen, wo Euch das Gas ausgeht (soll auch passieren) oder wenn Ihr kein Propangas verwenden dürft - z.B. an Bord von Fährschiffen. Dann könnt Ihr immer noch einen Kaffee, Tee oder eine Instant-Suppe (Heiße Tasse o.ä.) zubereiten.
Kochgelegenheit und Campinggeschirr. Wir haben von Reise zu Reise eigentlich weniger Geschirr mitgenommen, weil wir uns auf das wirklich notwendige beschränken wollten. Obwohl wir zuhause gerne groß aufkochen, nehmen wir uns unterwegs eigentlich selten die Zeit. Ein großer, ein kleiner Topf, eine Pfanne, jeweils mit passendem Deckel. Wenn man zu dritt reist, braucht man nicht Geschirr für sechs Personen. Man zwingt sich damit auch zu etwas Disziplin beim abwaschen.
Kühlschrank oder -box. Immer noch eines der teuersten Stücke der Campingeinrichtung. Vielleicht meint ihr ja, auf einen fest eingebauten Kühlschrank verzichten zu können. Dann solltet ihr aber zumindest eine gut isolierende Box mitnehmen, in der man z.B. Medikamente bei hohen Außentemperaturen lagern kann.