Venedig-Runde 2002: Ost- und Südtirol.

5. Tag (Samstag, 27.7.2002) - km. 91855

Als wir am nächsten Tag vom Kalsertal Richtung Lienz rollen, ist das Wetter sonnig und warm. Wir lassen die Stadt Lienz links liegen und besichtigen stattdessen die römischen Ausgrabungen von Aguntum bei Lienz.

Unser Martin ist begeistert, und auch wir sind von der sehenswerten Ausgrabung sehr angetan. Vor allem die Tatsache, daß man hier einen eigenen Aussichtsturm errichtet hat, damit man die Ausdehnung der römischen Therme von oben bewundern kann, finden wir beeindruckend.

Danach fahren wir - nach einem kurzen Einkaufsstop, bei dem wir unsere Vorräte fürs Wochenende ergänzen - nach Leisach, wo wir auf einem Parkplatz nahe der Galitzenklamm Mittagsrast machen. Nach dem Essen machen wir noch eine kleine Wanderung zu einer ein Stück oberhalb des Tales gelegenen natürlichen Felsengrotte, die zu einer kleinen Kapelle gestaltet wurde.

Weiter geht es, entlang der beeindruckenden Bergkulisse der Lienzer Dolomiten in Richtung italienischer Grenze.

Vorher legen wir aber noch eine Rast bei der Lienzer Klause ein.


Schließlich fahren wir durchs Pustertal über Toblach zu einem Parkplatz am Ufer des Dürrensees, wo wir vor prächtiger Bergkulisse übernachten.

6. Tag (Sonntag, 28.7.2002) km. 91956

In der Früh geht es weiter durch die Dolomiten, vorbei an den beeindruckenden Felsentürmen des Monte Cristallo, über Schluderbach zum Lago di Misurina. Eigentlich wollten wir ja zu den Drei Zinnen weiterfahren, dieses Ziel ist aber derart überlaufen und die Mautgebühr auf der Zufahrtsstraße so geschmalzen, daß wir es uns wieder überlegen und gleich weiterfahren.

Über den Pso. die Tre Croci, wo wir eine kurze Fotopause einlegen, und Cortina d´Ampezzo geht es nach Dogana Vecchia, wo wir neben der Straße auf einem Parkplatz Mittagsrast machen. Dann fahren wir weiter auf der "Allemagna" über Pieve di Cadore und Ponte Nelle Alpi Richtung Belluno. Dort entdecken wir eine Wasserstelle direkt neben der Straße, bei der auch einige Einheimische ihre Trinkflaschen auffüllen: Das beste Indiz dafür, daß man hier - bevor man aus den Bergen in die Tiefebene hinabkommt - noch einmal ausgezeichnetes Quellwasser bunkern kann.

Die originellste Paßstraße, die ich je gefahren bin, erwartet uns jedoch kurz bevor wir in die oberitalienische Tiefebene hinabgelangen: Der Paso San Boldo verfügt auf seiner Südrampe über fünf einspurige, ampelgeregelte Kehrtunnel, zwischen denen sich die Straße im Zickzack durch einen engen Taleinschnitt hinabwindet.

Nachdem wir diese Rampe hinter uns haben, finden wir dann gleich nochmals eine Wasserstelle, wo wir Rast machen, obwohl unsere Tanks voll sind. Aber Martin braucht eine Pause, und es ist außerdem Zeit für eine kleinen Nachmittagsjause.

Schließlich legen wir die letzten Kilometer auf eher langweiligen Straßen über Lago, Conegliano, Ponte di Piave, Eraclea und Jesolo nach Cavallino zurück.

Am späten Nachmittag treffen wir in Cavallino ein, wo wir den Rest des Tages am Strand verbringen.

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7.Tag (Montag, 29.7.2002) km. 92179

Heute ist, neben einem erholsamen Tag am Strand, ein Ausflug in die Lagune von Venedig angesagt.

Brütende Hitze, kein Lufthauch regt sich über dem flachen, brackigen Wasser der Lagune. Eine ganz eigene Stimmung liegt über dieser einmaligen Landschaft, einem Labyrinth aus Land und Wasser. Kilometerweite, violette Pflanzenteppiche, träge dahinfließende Wasserläufe und das gleichförmige Summen von Insekten.

Weiter als bis hierher geht es nur mehr mit dem Boot. Wir beenden unseren Ausflug und fahren zurück nach Cavallino.

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